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Gleichgewicht & Balance

B-Vitamine und das Nervensystem: Was B6 und B12 leisten

Jonas GütermannApprobierter PharmazeutAktualisiert 15.06.2026

Das Nervensystem arbeitet rund um die Uhr, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen. Es leitet Reize weiter, koordiniert Bewegungen und verbindet das Gehirn mit dem ganzen Körper. Damit dieses feine Zusammenspiel funktioniert, ist der Körper auf eine gute Versorgung mit bestimmten Nährstoffen angewiesen. Zu den bekanntesten gehören die Vitamine B6 und B12.

Dieser Ratgeber erklärt, was diese beiden B-Vitamine sind, welche geprüfte Aussage die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit ihnen mit Blick auf das Nervensystem zuschreibt und aus welchen Quellen Sie sie im Alltag aufnehmen. Er ersetzt kein ärztliches Gespräch, gibt Ihnen aber eine fundierte Grundlage, gerade ab der Lebensmitte.

Was Vitamin B6 und B12 sind

Vitamin B6 und Vitamin B12 gehören zur Gruppe der wasserlöslichen B-Vitamine. Wasserlöslich bedeutet, dass der Körper sie nur begrenzt speichert und deshalb auf eine regelmäßige Zufuhr über die Nahrung angewiesen ist. Beide sind an einer Vielzahl von Stoffwechselvorgängen beteiligt und zählen zu den essenziellen Nährstoffen, die der Körper nicht selbst herstellen kann.

Vitamin B6 ist der Sammelbegriff für mehrere verwandte Verbindungen, die im Stoffwechsel ineinander übergehen. Es wirkt als Helfer bei zahlreichen Umbauprozessen, unter anderem im Eiweißstoffwechsel. Vitamin B12 trägt eine kobalthaltige Struktur und nimmt unter den Vitaminen eine Sonderstellung ein, weil es fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vorkommt.

Eine Besonderheit betrifft das Alter: Mit den Jahren kann die Aufnahme von Vitamin B12 über den Magen-Darm-Trakt nachlassen, weil der Körper weniger Magensäure und einen bestimmten Aufnahmefaktor bildet. Aus diesem Grund rückt gerade die B12-Versorgung bei Menschen ab 55 stärker in den Blick. Der persönliche Status lässt sich ärztlich über eine Blutuntersuchung prüfen.

Der geprüfte EFSA-Claim zum Nervensystem

Für Nährstoffe gelten in der Europäischen Union einheitlich geprüfte gesundheitsbezogene Aussagen. Für die hier besprochenen B-Vitamine lautet die zugelassene Aussage: Vitamin B6 trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei, und Vitamin B12 trägt zur normalen Funktion des Nervensystems bei. Auch Magnesium trägt zur normalen Funktion des Nervensystems bei.

Diese Formulierungen sind bewusst eng gefasst. Sie beschreiben einen Beitrag zur normalen, also gesunden Funktion des Nervensystems im Rahmen einer ausreichenden Versorgung. Es geht um die Aufrechterhaltung eines normalen Zustands, nicht um eine darüber hinausgehende Wirkung. Die Aussagen gelten zudem für den Nährstoff selbst und nicht für ein bestimmtes Produkt.

Wichtig ist die Einordnung: Ein Nahrungsergänzungsmittel mit diesen Vitaminen ist ein Lebensmittel und kein Arzneimittel. Es dient dazu, die normale Versorgung zu ergänzen, wo die Ernährung allein dafür nicht ausreicht. Es ersetzt weder eine ausgewogene Ernährung noch eine ärztliche Behandlung und ist nicht für die Behandlung von Beschwerden gedacht.

Gute Quellen und wann eine Ergänzung sinnvoll ist

Die naheliegendste Versorgung kommt aus dem Teller. Vitamin B6 steckt in Vollkornprodukten, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Nüssen, Bananen sowie in Fisch und Geflügel. Vitamin B12 findet sich vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Fisch, Fleisch, Eiern und Milchprodukten. Eine abwechslungsreiche, ausgewogene Kost deckt den Bedarf an beiden Vitaminen bei den meisten Menschen gut ab.

In manchen Lebenssituationen ist die Zufuhr über die Ernährung allein schwieriger. Wer sich rein pflanzlich ernährt, nimmt über die Nahrung kaum Vitamin B12 auf, da es fast ausschließlich in tierischen Quellen vorkommt. Auch eine einseitige Kost oder eine im Alter nachlassende Aufnahme über den Magen-Darm-Trakt kann die Versorgung erschweren. In solchen Fällen kann eine gezielte Ergänzung die tägliche Grundlage sinnvoll begleiten.

Eine Ergänzung sollte jedoch nie ins Blaue erfolgen. Lassen Sie Ihren Vitamin-B12-Status bei Bedarf ärztlich über eine Blutuntersuchung prüfen, bevor Sie dauerhaft ergänzen, und besprechen Sie das Vorgehen mit Arzt oder Apotheker. So stellen Sie sicher, dass eine Ergänzung zu Ihrer persönlichen Situation passt. Ein Nahrungsergänzungsmittel bleibt dabei eine Begleitung der ausgewogenen Ernährung, kein Ersatz.

Häufige Fragen

Was tragen Vitamin B6 und B12 zum Nervensystem bei?

Vitamin B6 trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei und Vitamin B12 zur normalen Funktion des Nervensystems. Auch Magnesium trägt zur normalen Funktion des Nervensystems bei. Diese Aussagen sind geprüft und gelten für die Nährstoffe selbst, nicht für ein bestimmtes Produkt.

Bekomme ich genug B-Vitamine über die Ernährung?

Eine abwechslungsreiche, ausgewogene Kost deckt den Bedarf bei den meisten Menschen gut ab. Vitamin B6 steckt in Vollkorn, Hülsenfrüchten, Nüssen und Fisch, Vitamin B12 vor allem in tierischen Lebensmitteln. Bei rein pflanzlicher Ernährung oder im höheren Alter kann die Versorgung schwieriger sein.

Sollte ich meinen B12-Status prüfen lassen?

Wenn Sie eine dauerhafte Ergänzung erwägen, lassen Sie Ihren Vitamin-B12-Status ärztlich über eine Blutuntersuchung prüfen und besprechen das Vorgehen mit Arzt oder Apotheker. Ein Nahrungsergänzungsmittel ist kein Arzneimittel und ersetzt weder eine ausgewogene Ernährung noch eine ärztliche Behandlung.

* Nutrasana-Produkte sind Nahrungsergänzungsmittel und ersetzen keine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge nicht überschreiten. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren. Nährstoff-bezogene Health-Claims gemäß EU-Verordnung Nr. 1924/2006.