Schwindel beim Aufstehen: Was im Körper dahintersteckt
Viele Menschen kennen den Moment, in dem nach dem Aufstehen aus Bett, Sessel oder Hocke kurz alles leicht und unsicher wirkt. Für ein paar Sekunden fühlt sich der Kopf etwas leer an, manchmal flimmert es vor den Augen, bis sich der Eindruck wieder beruhigt. Mit den Jahren tritt das häufiger auf, und oft verunsichert es im Alltag mehr, als es eigentlich müsste.
Dieser Ratgeber erklärt ruhig und sachlich, was beim Aufstehen im Kreislauf passiert, wie Sie den Wechsel vom Liegen oder Sitzen zum Stehen im Alltag sanfter gestalten und woran Sie erkennen, dass eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist. Er ersetzt kein ärztliches Gespräch, gibt Ihnen aber eine fundierte Grundlage.
Was beim Aufstehen im Kreislauf passiert
Wenn Sie liegen oder sitzen, ist das Blut gleichmäßig im Körper verteilt. Stehen Sie auf, folgt ein Teil davon zunächst der Schwerkraft und sackt in die Beine und den Bauchraum. Für einen kurzen Moment steht dem oberen Körper, also auch dem Kopf, etwas weniger Blut zur Verfügung. Genau in diesem Augenblick entsteht das bekannte flüchtige Gefühl von Leichtigkeit oder Unsicherheit.
Normalerweise gleicht der Körper das innerhalb von Sekunden aus. Das Herz schlägt etwas schneller, die Blutgefäße ziehen sich zusammen, und der Blutdruck stabilisiert sich wieder. Mit den Jahren laufen diese Anpassungen oft etwas langsamer ab, sodass der kurze Moment der Unsicherheit deutlicher wahrgenommen wird. Auch Wärme, ein üppiges Essen oder zu wenig Trinken können diesen Ausgleich vorübergehend träger machen.
Eine ausgewogene Versorgung des Körpers bildet hier die Grundlage. Für ein stabiles Körpergefühl spielt auch das Nervensystem eine Rolle, das die Signale für Kreislauf und Gleichgewicht weiterleitet. Magnesium sowie die Vitamine B6 und B12 tragen zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. Diese Aussagen sind von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit geprüft und gelten für die Nährstoffe selbst, nicht für ein bestimmtes Produkt.
So gestalten Sie das Aufstehen und Trinken im Alltag
Der einfachste Hebel ist, dem Körper Zeit zu geben. Stehen Sie nicht ruckartig auf, sondern in ruhigen Schritten. Setzen Sie sich aus dem Liegen zunächst an die Bettkante, bleiben Sie dort einige Atemzüge sitzen und stehen Sie erst dann auf. Diese kurze Pause genügt oft, damit sich der Kreislauf in Ruhe einstellen kann, bevor Sie den ersten Schritt machen.
Hilfreich ist außerdem, die Beinmuskeln vor dem Aufstehen leicht zu aktivieren. Bewegen Sie im Sitzen ein paar Mal die Füße, wippen Sie mit den Fußspitzen oder spannen Sie die Waden kurz an. Das unterstützt den Rückfluss des Blutes aus den Beinen. Halten Sie sich in den ersten Sekunden nach dem Aufstehen ruhig an einem festen Möbelstück fest, bis Sie sicher stehen.
Auch ausreichendes Trinken gehört dazu. Über den Tag verteilt genug Flüssigkeit aufzunehmen, hilft dem Kreislauf, stabil zu bleiben. Gerade ältere Menschen verspüren oft weniger Durst und trinken dadurch unbemerkt zu wenig. Ein Glas Wasser griffbereit am Bett und feste Trinkzeiten über den Tag sind eine einfache, ruhige Gewohnheit. Eine ausgewogene, regelmäßige Ernährung rundet diese Grundlage ab.
Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten
Ein kurzer, flüchtiger Moment der Unsicherheit beim Aufstehen ist verbreitet. Bitte lassen Sie wiederkehrenden oder anhaltenden Schwindel jedoch immer ärztlich abklären. Das gilt besonders, wenn der Schwindel länger anhält, häufig auftritt oder Sie im Alltag spürbar einschränkt.
Suchen Sie zeitnah ärztliche Hilfe, wenn der Schwindel mit einer kurzen Bewusstlosigkeit, mit Sehstörungen, Sprachproblemen, Schwäche in Armen oder Beinen, starken Kopfschmerzen oder einem Sturz einhergeht. Auch wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, etwa gegen hohen Blutdruck, lohnt sich ein Gespräch, da die Ursache vielfältig sein kann und eine ärztliche Einschätzung verdient.
Ein Nahrungsergänzungsmittel ist kein Arzneimittel. Es ersetzt weder eine ausgewogene Ernährung noch eine ärztliche Behandlung und ist keine Therapie von Schwindel oder einer Kreislauferkrankung. Es kann eine ausgewogene Ernährung und einen aktiven Alltag sinnvoll begleiten. Bei wiederkehrendem Schwindel sprechen Sie bitte mit Arzt oder Apotheker.
Häufige Fragen
Warum wird mir beim Aufstehen kurz schwindelig?
Beim Aufstehen folgt ein Teil des Blutes der Schwerkraft in die Beine, sodass dem Kopf für einen Moment etwas weniger zur Verfügung steht. Normalerweise gleicht der Körper das in Sekunden aus. Mit den Jahren läuft dieser Ausgleich oft langsamer ab. Lassen Sie wiederkehrenden Schwindel bitte ärztlich abklären.
Welche Nährstoffe spielen für das Nervensystem eine Rolle?
Magnesium sowie die Vitamine B6 und B12 tragen zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. Magnesium trägt zudem zu einer normalen psychischen Funktion und zum normalen Energiestoffwechsel bei. Diese Aussagen gelten für die Nährstoffe selbst, nicht für ein bestimmtes Produkt.
Kann ein Nahrungsergänzungsmittel den Schwindel beim Aufstehen beseitigen?
Nein. Ein Nahrungsergänzungsmittel ist kein Arzneimittel und ersetzt weder eine ausgewogene Ernährung noch eine ärztliche Behandlung. Es kann einen aktiven, ausgewogenen Alltag begleiten. Bei wiederkehrendem Schwindel sprechen Sie bitte mit Arzt oder Apotheker.