Durchblutung und das Innenohr im Alter verstehen
Das Innenohr gehört zu den am feinsten gebauten Bereichen des Körpers. In der Hörschnecke arbeiten winzige Sinneszellen, die Schall in Nervensignale übersetzen. Damit dieser Apparat zuverlässig arbeitet, braucht er eine gleichmäßige Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen, und die hängt eng mit der Durchblutung zusammen.
Mit den Jahren verändern sich die Gefäße im gesamten Körper, und das Innenohr bildet keine Ausnahme. Dieser Ratgeber erklärt sachlich, wie die Versorgung des Innenohrs grundsätzlich funktioniert, was die Forschung zu einzelnen Pflanzenstoffen wie Ginkgo betrachtet hat und welche Lebensweise eine gute Durchblutung allgemein begünstigt. Er ersetzt kein ärztliches Gespräch, gibt Ihnen aber eine fundierte Grundlage.
Wie das Innenohr mit Blut versorgt wird
Das Innenohr wird über sehr kleine Gefäße versorgt, die aus dem Bereich der hinteren Schädelarterien stammen. Anders als bei größeren Organen gibt es hier kaum Umwege oder Ausweichwege. Die feinen Endgefäße erreichen die Hörschnecke gewissermaßen als Einbahnstraße, weshalb dieser Bereich auf eine stetige, gleichmäßige Durchblutung angewiesen ist.
Die Sinneszellen in der Hörschnecke haben einen vergleichsweise hohen Energiebedarf. Sie wandeln mechanische Schwingungen fortlaufend in elektrische Signale um, und dieser Vorgang verbraucht Sauerstoff. Eine geregelte Versorgung über die feinen Gefäße ist deshalb eine der Grundlagen dafür, dass das Hörsystem über den Tag arbeiten kann.
Mit zunehmendem Alter verändern sich Blutgefäße im ganzen Körper. Sie werden tendenziell weniger nachgiebig, und feine Gefäße können enger werden. Diese allgemeinen Alterungsprozesse betreffen das Gefäßsystem als Ganzes. Was im Einzelfall die Hörfunktion beeinflusst, ist vielschichtig und gehört bei Beschwerden in ärztliche Abklärung, etwa bei Hals-, Nasen- und Ohrenärzten.
Was die Forschung zu Ginkgo betrachtet hat
Im Zusammenhang mit Durchblutung und Gefäßen wird seit Langem über pflanzliche Stoffe gesprochen. Ginkgo biloba gehört zu den am häufigsten untersuchten Pflanzenextrakten und steht entsprechend im Fokus wissenschaftlicher Arbeiten. Standardisierter Ginkgo-Extrakt wurde unter anderem von Reisser und Weidauer (2001) im Hinblick auf die Hörfunktion betrachtet.
Solche Untersuchungen beziehen sich auf einen einzelnen Inhaltsstoff unter Studienbedingungen. Sie beschreiben, woran geforscht wurde, und erklären, warum Ginkgo seit Jahrzehnten Gegenstand der Forschung ist. Sie erlauben jedoch ausdrücklich keine Aussage darüber, dass ein bestimmtes Produkt die Durchblutung des Innenohrs verbessert oder Hörbeschwerden beeinflusst. Ein Endprodukt ist nicht mit einem isolierten, in einer Studie eingesetzten Einzelstoff gleichzusetzen.
Wichtig ist außerdem ein Hinweis zur Verträglichkeit: Ginkgo kann mit blutverdünnenden Mitteln wechselwirken. Wenn Sie gerinnungshemmende Arzneimittel einnehmen, vor einer Operation stehen oder andere Medikamente nutzen, halten Sie vor der Einnahme ginkgohaltiger Präparate bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Ein Nahrungsergänzungsmittel ist kein Arzneimittel und ersetzt weder eine ausgewogene Ernährung noch eine ärztliche Behandlung.
Eine Lebensweise, die die Durchblutung allgemein begünstigt
Was den Gefäßen im Allgemeinen guttut, kommt dem ganzen Körper zugute. An erster Stelle steht regelmäßige Bewegung. Schon zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen hält den Kreislauf in Schwung und gehört zu den wirksamsten Gewohnheiten für ein vitales Gefäßsystem. Beständigkeit zählt dabei mehr als einzelne Anstrengung.
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Hülsenfrüchten, Fisch und hochwertigen Ölen liefert Bausteine, die das Herz-Kreislauf-System unterstützen. Ausreichend Schlaf, Stressabbau und der Verzicht auf das Rauchen wirken in dieselbe Richtung, denn Rauchen zählt zu den größten Belastungen für feine Gefäße. Auch lautes Umfeld sollten Sie meiden und die Ohren vor dauerhaftem Lärm schützen.
Mikronährstoffe können diese Grundlage begleiten, wo die tägliche Versorgung schwerfällt. So tragen etwa Vitamin C, B1, B6, B12 und Magnesium zur normalen Funktion des Nervensystems bei, und Vitamin C sowie Zink tragen dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Diese Aussagen sind von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit geprüft und gelten für die Nährstoffe selbst, nicht für ein bestimmtes Produkt. Sie ersetzen keinen aktiven Lebensstil und keine ärztliche Behandlung.
Häufige Fragen
Hat die Durchblutung wirklich mit dem Hören zu tun?
Das Innenohr wird über sehr feine Gefäße versorgt, und seine Sinneszellen haben einen hohen Sauerstoffbedarf. Eine gleichmäßige Durchblutung gehört deshalb zu den Grundlagen der Hörfunktion. Was im Einzelfall das Hören beeinflusst, ist vielschichtig und gehört bei Beschwerden ärztlich abgeklärt.
Verbessert Ginkgo die Durchblutung im Ohr?
Eine solche Aussage lässt sich hier nicht treffen. Ginkgo ist ein häufig untersuchter Pflanzenstoff, und Studien wie die von Reisser und Weidauer (2001) beschreiben, woran geforscht wurde. Sie belegen jedoch keine Wirkung eines bestimmten Produkts auf Ohrdurchblutung oder Hören. Bitte beachten Sie zudem, dass Ginkgo mit Blutverdünnern wechselwirken kann.
Was kann ich selbst für eine gute Durchblutung tun?
Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, Stressabbau und der Verzicht auf das Rauchen begünstigen die Durchblutung allgemein. Ein Nahrungsergänzungsmittel kann eine ausgewogene Ernährung und einen aktiven Alltag begleiten, ersetzt aber weder beides noch eine ärztliche Behandlung. Bei anhaltenden Beschwerden sprechen Sie bitte mit Arzt oder Apotheker.